fak10

Devlog · 3.10.2026 · Video 1:18

Annas Denkarium

Beim Abspielen lädt YouTube (Google) das Video; es gelten die Hinweise zum Datenschutz. fak10.app selbst trackt nicht.

Inspiration für fak10 war Dumbledores Denkarium: Erinnerungen liegen dort nebeneinander, und wer eintaucht, sieht, wie alles zusammenhängt. Bei Anna ist das ihre Wissensablage, ihr Denkarium, Ihre Ontologie. In diesem Video erklärt Anna selbst, wie man darin wandert.

Was passiert im Video?

Die Welt im Video ist erfunden: elf Sätze über eine ausgedachte Familie und ihre Städte.

Was hat der Dreh in der App gefunden?

Wie bei Folge 2 hat das Video Fehler in der App gezeigt, die sonst niemand bemerkt hätte:

Annas Stimme ist mit KI erzeugt (ElevenLabs). Bild und Musik sind echt: eine Aufnahme der App aus dem Simulator, die Musik ist von mir.

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Wie liest du einen Weg im Graphen?

Ein Punkt steht für eine Person, einen Ort, einen Begriff oder ein einzelnes Ding. Die Farbe hilft beim Unterscheiden; die Verbindung entsteht aus einer Aussage. Tippe zum Beispiel auf Bremen. Im Knotenfenster steht, was Anna über Bremen weiß. Der grüne Kasten zeigt Aussagen, die auf Bremen verweisen. Tippe auf einen unterstrichenen Namen oder ein Prädikat, um dem nächsten Abschnitt der Verbindung zu folgen. Der kleine Pfeil führt zurück zur vorherigen Ansicht.

Das ist nützlich, wenn eine Antwort mehrere Schritte hat. Statt nur „Bremen“ als Ergebnis zu lesen, kannst du den Weg durch die Aussagen verfolgen und prüfen, ob er aus dem besteht, was du tatsächlich eingegeben hast. Wenn du den Ort schon kennst, musst du nicht am Anfang der Verbindung starten: Die Suche nach „Ham“ führt direkt zu Hamburg. Zurückgehen und erneut suchen sind zwei Wege durch denselben Wissensbestand.

Ist Annas Graph eine vollständige Karte der Welt?

Nein. Die Städte und die Familie im Video sind erfunden; die Testwelt besteht aus elf Sätzen. Der Graph zeigt nur die Dinge und Verbindungen, die aus diesen Sätzen eingetragen oder nach den Regeln der App abgeleitet wurden. Wenn keine Verbindung zu sehen ist, beweist das nicht, dass sie in der Wirklichkeit nicht existiert. Es bedeutet nur, dass sie in diesem Beispiel nicht im Wissensbestand steht.

Auch die Farben sind keine Bewertung von Wichtigkeit oder Sicherheit. Sie kennzeichnen die Art eines Knotens: etwa Mensch, Ort, Begriff oder einzelner Gegenstand. Die Beziehung selbst steht im benannten Prädikat. So kann man im Video sehen, was ein Punkt ist, welche Aussage auf ihn zeigt und in welcher Reihenfolge man weitergeht. Die Vorführung zeigt die Navigation und Darstellung; sie ersetzt keine vollständige Datenquelle über echte Personen oder Orte.

Was findest du, wenn du einen Knoten öffnest?

Ein Knotenfenster bringt dich von der Gesamtansicht zu den Aussagen über eine einzelne Person oder einen Ort. Von dort kannst du einer unterstrichenen Verbindung folgen oder mit dem Pfeil zurück zur vorherigen Ansicht. Die Folge zeigt das am Beispiel Bremen: erst den Ort öffnen, dann die Aussagen über ihn prüfen und anschließend über die Verknüpfungen weiterwandern. Die Suche ist hilfreich, wenn du einen Namen schon kennst und nicht weißt, wo er im Netz liegt.

Die Darstellung bleibt dabei eine Ansicht auf gespeichertes Wissen. Ein grüner Ortspunkt bedeutet nicht, dass Fakten über die Stadt vollständig sind; er sagt nur, dass Anna diesen Knoten als Ort führt. Ebenso ist eine fehlende Verbindung keine Widerlegung. Für eine Prüfung zählt, welche Sätze im Beispiel eingegeben wurden und welche daraus abgeleitet werden konnten.

Wenn du ein Knotenfenster öffnest, kannst du außerdem die einzelnen Fakten und ihre Quelle und ihr Datum prüfen. Die Sichtbarkeit eines Fakts wird separat markiert. So führt dich der Graph nicht nur zum nächsten Namen, sondern zurück zu dem Eintrag, der eine Verbindung stützt. Im Video sind die Personen und Orte erfunden; es gibt dort keine echten Herkunftsnachweise zu Bremen oder Hamburg. Der Zweck der Aufnahme ist, die Navigation an einer überschaubaren Testwelt zu zeigen.

Der kleine Pfeil zurück zeigt dabei deinen Weg durch die Ansicht, keine zeitliche Abfolge der Fakten. Wenn du wissen willst, wann eine Information gespeichert wurde, musst du das Datum am Eintrag prüfen. Farben kennzeichnen die Art eines Knotens, und die Verbindung zeigt die Aussage; beides ist etwas anderes als die Reihenfolge, in der du durch den Graphen navigierst.

Zur Einordnung von Wissensgraphen erklärt der W3C RDF Primer Knoten und benannte Verbindungen; die SPARQL-Spezifikation zeigt, wie solche Graphen abgefragt werden können. Annas Ansicht ist damit nicht als RDF- oder SPARQL-Schnittstelle ausgewiesen.